Krisenkommunikation – intern und extern
Krisenkommunikation beschreibt die professionelle kommunikative Reaktion auf häufig unerwartete, spontane und negative Unternehmensereignisse.
Krisenkommunikation beschreibt die professionelle kommunikative Reaktion auf häufig unerwartete, spontane und negative Unternehmensereignisse. Sie benötigt Schnelligkeit, Erfahrung und Fingerspitzengefühl.
Deutlich öfter als angenommen, ist ihre Notwendigkeit jedoch bereits im Vorfeld absehbar. Durch eine präventive Strategie lassen sich überstürzter Aktivismus und die damit einhergehende Gefahr, etwas Unüberlegtes zu tun, frühzeitig abwenden.
Es gilt, neuralgische Punkte vorab zu erkennen und sich rechtzeitig mit einer entsprechenden Kommunikationsstrategie auseinanderzusetzen. Diese sollte vor allem solche Situationen berücksichtigen, die mit einer hohen Wahrscheinlichkeit eintreten könnten.
Krisenkommunikation hat neben der externen Bedeutung für das Eco-System sowie Stakeholder, Partner und Investoren immer auch eine unternehmensinterne Relevanz, die allerdings häufig vernachlässigt wird. Dies kann bei den eigenen Mitarbeitern für Unsicherheit sorgen.
Beispiel 1
Ein Unternehmen produziert in einem kritischen und damit gefahrenbelasteten Umfeld. Es werden immer wieder Stimmen laut, welche behaupten, die Geschäftsleitung nehme die Risiken nicht ausreichend ernst, obwohl diese Aussage faktisch nicht substanziell ist.
Langfristiger Ansatz
Wie kann das Unternehmen solchen wiederkehrenden Aussagen diplomatisch und nachhaltig entgegnen, sprich diese dauerhaft entkräften?
Kurzfristiger Ansatz
Welche kommunikativen Maßnahmen wären im Rahmen einer bestimmten Situation, beispielsweise bei einem tatsächlichen Arbeitsunfall, umzusetzen?


Beispiel 2
Die Stimmung innerhalb eines Unternehmens im produzierenden Sektor kippt zunehmend. Die Mitarbeiter empfinden keinerlei ideelle Bindung zu ihrer Tätigkeit, zum Unternehmen oder zum Management. Die Fluktuation auch unter langjährigen Angestellten steigt. Die Resilienz des Unternehmens steht verstärkt infrage.
Mittel- und langfristiger Ansatz
Wie kann die Kommunikation helfen, eine mögliche Kluft zwischen Management und Belegschaft zu vermeiden? Welche Instrumente können dazu beitragen, den Mitarbeitern ein authentisches Gefühl zu geben, stolz auf ihre Arbeit und Leistung zu sein? Wie lässt sich die Bindung zum Unternehmen wiederherstellen und wodurch rücken Mitarbeiter und Leitungsebene wieder zu einem Team zusammen?

